Posts mit dem Label Goch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Goch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 27. Oktober 2014

Und es begab sich zu einer Zeit

So oder so ähnlich fangen Geschichten an! Auch am Wochenende fing eine Geschichte an, eine Geschichte des Leids für Menschen die diese Geschichte wohl erst in vielen Monaten lesen und verstehen können.

Zünglein an der Waage ist wohl der Artikel des Kurier am Sonntag über die Nutzung der Liebfrauenkirche in Goch als Flüchtlingsunterkunft - ein Artikel der in den sozialen Netzwerke alle jene auf den Plan ruft die ihr mitunter braunes Gedankengut an die Monitore der Internetnutzer schmieren! Ich habe Euch nicht gebeten mir diesen Dreck an die Bildschirme zu schmieren, lasst das bitte!

Nachdem ich heute morgen bereits meinen Teil zur Diskussion beigetragen habe und der gesamte Thread gelöscht wurde, hat es sich Olaf nicht nehmen lassen, dem Pöbel eine erneute Bühne zu bieten. Der Pöbel sieht schon ganze Heerscharen an Flüchtlingen mit den schlimmsten Krankheiten über das beschauliche Goch herfallen und beschwert sich noch in einem ruhigen Ton. Dem ein oder anderen ist nicht mal klar was er mit den Kindern machen soll, die dann hier herumlungern und es unmöglich machen sicher Einkaufen zu gehen!
Es geht hier nicht um Tiere oder Sachwerte, es geht um Menschen! Die Menschen die in Scharen zu uns flüchten, laufen Weg vor einer Horde die alles abschlachten was nicht bei 3 zu allem Ja und Amen sagt. Der Glaube und die andere Meinung reichen aus um in der nächsten Nacht von einer Granate getötet zu werden.
Und wir in unserem Luxusland diskutieren noch ob die Menschen zu uns kommen dürfen, da gibt es bei mir eins: Fremdschämen!
Und auf die Frage was man mit den Kindern machen kann eine lapidare Antwort. Lasst die Kinder zur Ruhe kommen, das sind Kinder die in den letzten Monaten keine Nacht ordentlich geschlafen haben, ständig Wach vom Lärm der einschlagenden Bomben und Granaten, ständiger Kriegslärm am Tag. Kinder die nie zur Ruhe kommen benötigen hier erst einmal Abstand und freundliche Gesichter welche die Kinder nicht als "Krankheit" sehen!
Wenig später, meine Meinung ist noch nicht Verdaut geschweige denn Verstanden, wird auch schon die nächste Munition verschossen, Flüchtlingen muss man Helfen, klar, aber warum ich? Was gehen mich die Kriegsflüchtlinge an, hier ist kein Krieg!
Ich durfte als Kind meinen Großeltern zuhören die mir erzählten wie sie vor über 70 Jahren vor den eigenen Nachbarn mit nur dem Hemd an in die europäischen Nachbarstaaten geflohen sind - aus Angst um Ihr Leben! Damals hat kein Nachbarstaat diskutiert, man hat die unseren Aufgenommen und ernährt - und das wollen wir heute Vergessen?
Und auch dieses Argument findet natürlich Gegenstimmen, wenn alle Stricke reißen werden die Probleme der Nachbarstaaten in die Waagschale geworfen - denn irgendwo auf der Welt gibt es immer Probleme mit Kriegsflüchtlingen.

Meine Welt ist das mitnichten, ich bin nur Froh das mit Facebook ein Tummelplatz für diese Idioten entstanden ist, man stelle sich vor die wären Erzieher geworden!



Sonntag, 31. August 2014

Es geht auch ohne Parkscheinautomaten!

Parkraumbewirtschaftung soll eigentlich den ÖPNV stärken und das Verkehrsaufkommen in den Innenstädten reduzieren, ein Wirtschaftszweig ist es nur sekundär. Da wir in Goch keinen ordentlichen ÖPNV haben machen die Parkgebühren, erwirtschaftet über teure Automaten, in meinen Augen keinen wirklichen Sinn!

Ein Parkscheinautomat kostet etwa 40.000 € (Angabe SPD Goch), der jährliche Unterhalt für Strom und Papier sowie Toner liegt bei etwa 1.000 € im Jahr (Stadt Hamburg). Nicht kalkuliert sind Kosten für Versicherung und Schadensbeseitigung nach Unfällen und Vandalismus (Täter unbekannt) - das kommt Extra!

Auf der Einnahmenseite rechnet die SPD mit 30.000 bis 40.000 Euro im Jahr - nun kommt Mathe der ersten Klasse:

Ich möchte 4 Parkplätze bewirtschaften und muss dafür mindestens 4 Parkuhren kaufen und aufstellen lassen. Damit sind für 4 Jahre alle einnahmen futsch, denn ich muss ja vorher investieren. Im fünften Jahr fange ich endlich an Geld zu verdienen, wenn niemand die Automaten beschädigt oder umgefahren hat (Täter unbekannt).

Ebenfalls nicht kalkuliert sind die fehlenden Gewerbesteuereinnahmen der Kleinbetriebe in der Innenstadt, die werden den Kaufkraftverlust spüren.

Gegenangebot zur Parkraumbewirtschaftung:
Der Gocher Parkraum wird in zwei Zonen aufgeteilt, gelb und blau. Gelbe Parkflächen sind Zentrumsnah und kosten 17,- € im Monat, blaue Parkflächen sind etwas weiter Außerhalb und kosten 12,- € im Monat.

Das Jahresabo gelb kostet 170,- €, das blaue 120,- €!

Die Parkkarten gibt es im Rathaus zu kaufen, auf der Pappkarte stehen Monats- und Jahreszahl oder beim Jahresabo nur die Jahreszahl, die Karten sind nicht Fahrzeuggebunden!

Damit kann sofort Geld verdient werden, es gibt nur geringen Investitionskosten und die laufenden Kosten sind ebenfalls als Gering einzuschätzen.

Was bleibt sind auch hier die Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer, ich warte eigentlich auf den Protest der Gocher Unternehmerinnen und Unternehmer, aber die verharren wohl lieber in der Straußenposition!

Sonntag, 24. August 2014

Goch würgt sich ab und hat einiges zu bieten!

Offener Brief an die Fraktionen im Gocher Stadtrat:

Die Lokalpolitiker sind verblüfft, der Bürger wundert sich derweil über nichts mehr und der Bürgermeister spricht kein Wort. Goch hat ein Haushaltsloch in galaktischer Größer von 7 Millionen + X und alle drehen verwundert mit den Augen.

Jahrzentelange Klientelpolitik hat die Stadt Goch dorthin getrieben wo sie jetzt ist, weit weg von einem realen Haushaltsplan hinzu Flickschusterei, dafür sollen nun die Kinder bezahlen! Steuergeschenke an größere Unternehmen und die Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes stehen in direkter Konkurrenz zueinander. Hier wird der aufstrebende Mittelstand angelockt die mit Ablauf der Schenkung die Türen zu machen und kleine Unternehmen müssen es bezahlen. Beispiele hat Goch genug zu bieten.

Und jetzt, wo das Kind im Brunnen liegt, da will es keiner gewesen sein, schlimmer noch die besten Sparideen sind auch gleichzeitig das Dümmste was ich jemals gehört habe. Aber beleuchten wir erst einmal das, was ein Stadtrat gerne hat, eine Kleinfamilie, nach Möglichkeit Doppelverdiener mit Arbeitsplätzen in Goch, mit zwei Kindern und einem Hund in einem Reihenhaus am Rande der Stadt. Eine solche Musterfamilie erzeugt auf vielfältigste Weise Steuereinnahmen und sichert dem Mittelstand das Auskommen.

Die Familie hat zwei Autos, einen Mittelklassewagen für die sonntäglichen Ausflüge und die väterliche Fahrt zur Arbeit und einen Kleinwagen für die Mama, die arbeitet Halbtags und hütet am Mittag das Haus und die Kinder. Der Sohn ist im lokalen Sportverein, die Tochter reitet und der Familienhund wird von den Eltern auf den umliegenden Feldern und Wiesen ausgeführt. Kennt jeder, eine solche Familie!

Und nun beleuchten wir mal was es in Zukunft in Goch gibt, für so eine Musterfamilie:

Der Familienvater fährt morgens mit dem Rad zur Arbeit, die Gocher Strassen sind in einem solch schlechten Zustand dass die Fahrwerksreperaturen des Mittelklassewagens die Urlaubskasse auffressen würden. PRIMA, werden Sie jetzt Denken, einer weniger der unsere Strassen zu brei fährt - Pustekuchen, wie soll den der boomende Logistik-Markt mit solchen Strassen zurecht kommen? Wie sollen denn die Mittelständer beliefert werden?

Die Familienmutter bringt zuerst die Kinder zur Schule und zur KiTa, natürlich mit dem Kleinwagen und regt sich wiedermal auf. Unterrichtsausfall in der Schule, der Junior bekommt einen Hausschlüssel. In der KiTa sind auch wieder zwei Krank, die Nachmittagsbetreuung fällt erst mal aus. Und dafür wollen Sie die Gebühren anheben? Ich fass es nicht! Dann geht es zum Einkauf, gebührenfreies Parken war gestern, heute rollt der Rubel, in die Parkuhr. Da fahren wir doch lieber zum Centro, dann kann der Mittelklassewagen auch mal aus der Garage geholt werden, dort gibt es keine Parkgebühren.

Der Junior fährt abends mit dem Rad zum Sportverein, Training ist um Fünf. Früher was das Training um Sechs und der Junior konnte zwischen den Hausaufgaben und dem Training noch durchatmen. Aber an der Rasenplatzbeleuctung muss gespart werden, im Dunkeln ist schlecht Fußball spielen, vielen Dank für Ihr Verständnis. Dem Junior reicht das irgendwann und er verlässt den Sportverein - PRIMA werden Sie denken, wieder einer weniger für den wir Wasser und Strom aufbringen müssen - Pustekuchen, wieder einer mehr der an der Nierswelle "herumlungert" und beim Astra auf der Mauer sitzt. Apropos Astra - da müssen wir unbedingt noch zwei Stellen einsparen.

Die Tochter muss zum Reiten, wieder über diese Schlaglochpisten, der Kleinwagen hat gerade mal 75.000 Kilometer geleistet aber schon den dritten Satz Stoßdämpfer - PRIMA werden Sie denken, wieder einer mehr der die lokale Wirtschaft ankurbelt. Mutter ist Froh das die Tochter ein Hobby hat, bei dem permanenten Ausfall von KiTa und Unterricht muss man für Ausgleich sorgen. Spielplätze gibt es bald in Goch nicht mehr, die werden zurück gebaut. Sollen die Eltern doch mit den Kindern in die Nachbarstädte fahren und dort Konsumieren.

Vater kommt nach Hause, keiner da! Also raus mit dem Hund auf die Felder. In der Stadt stehen zwar überall diese Hundekot-Tüten-Spender aber die Tüten sind wie immer leer. "Wofür zahle ich eigentlich diese Hundesteuer die in Goch permanent erhöht wird?" wird er denken und sich vornehmen am Abend mal darüber mit der Frau zu diskutieren.

Am Abend, die Kinder liegen im Bett, wird das Gespräch mit der Frau angegangen. Es wird überlegt wie es weiter gehen soll, denn die Stadt Goch sprudelt nur so, hat die besten Ideen das Haushaltsloch zu stopfen und weißt darauf hin, für bessere Strassen ist kein Geld da. Die Erhöhung der Abgaben für Haustiere und fehlende Bildung reißt schon Löcher in die Hosentasche, nur gut das der Vater mit dem Rad zur Arbeit fährt.

Es wird abgewogen, zwischen Goch und der Nachbarkommune X.

  • die KiTa Gebühren werden in X nicht erhöht
  • die Hundesteuer in X ist geringer und eine Anhebung nicht in Sicht
  • die Strassen in X sind um einiges besser
  • die haben in X noch intakte Spielplätze
  • die haben in X die von der Familie gewünschte Schulform
  • die haben in X weniger Unterrichtsausfall
Und die Familie wohnt zur Miete, ein Umzug ist eigentlich schnell gemacht. Kaufen in Goch, bei den Grundbesitzabgaben, niemals nie! Dann lieber in X.

Und nun noch etwas, liebe Ratsmitglieder, was quasi "on Top" drauf kommt. In X gibt es eine funktionierende Verwaltung. Da arbeiten noch Menschen und keine Anrufbeantworter. Ständige Personaleinsparungen in allen Bereichen führen zu Arbeitsverdichtung. Arbeitsverdichtung führt zu einer höheren Krankheitsrate durch Stress und psychosomatische Schmerzen in Bauch und Rücken.

Sparen Sie an den richtigen Stellen, meine Vorschläge:
  • Deckelung des BM-Gehaltes auf A 16 höherer nichttechnischer Dienst
  • Herabsetzung der Besoldungsstufen um jeweils 1 Stufe im gehobenen und höheren nichttechnischen Dienst bei gleichzeitiger Abschaffung der B-Stufen.
  • Neubesetzung aller altersbedingt freiwerdenden Stellen
  • Aufgabe der Nebenstellen
  • Abschaffung aller personenbezogenen Dienstwagen
  • Einführung einer jährlichen Pferdesteuer von 65 € / Pferd
  • Deckelung der jährlichen Hundesteuer auf 65 € / Hund
  • Verzicht auf die Einführung von Parkgebühren
  • Sanierung der bestehenden Spielplätze
  • Sanierung der Strassen
Der Spinnt doch, der will ja Geld ausgeben was wir nicht haben werden Sie denken. Ja das will ich, aber denken Sie mal drüber nach. Die Musterfamilie plant vielleicht den Zuzug aus dem Umland und wird ebenso vergleichen und wird aus den zuvor genannten Gründen eben nach Weeze oder Bedburg-Hau ziehen und eben nicht nach Goch.

Der Mittelstand, der Ihnen ja so wichtig ist, ist auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. Energieversorgung und Transport sind dort die wichtigsten Themen. Schauen Sie sich bitte mal die Feldstrasse an, mich wundert das Minerva dort noch produziert. Wie viel Transportbruch die wohl haben? Und quasi "on Top" wird noch für mehr Schwerlastverkehr gesorgt, es wird ein Biomassekraftwerk gebaut.

Die Bürgerinnen und Bürger wollen Sicher von A nach B kommen, Verkehrssicherheit durch befahrbare Strassen ist die Aufgabe der Kommune - und jetzt kommt mir nicht mit angepasster Geschwindigkeit. Darf ich die Damen und Herren Ratsmitglieder mal bitten mit einem Kleinwagen wie z.B. dem Hyundai I10 oder einem Ford Fiesta über die Reuterstrasse zu fahren, egal wo. Bitte beschleunigen Sie ab der Kreuzung Kuhstrasse in Richtung Sportplatz gerne mal auf Tempo 80 km/h und sagen mir ob Sie das Lenkrad noch festhalten können. Über diese Strasse rollten jahrelang die schweren LKW der AVG, haben alles kaputt gefahren, wo ist die Wiederherstellungspflicht? Über die Strasse rollen heute schwere Landmaschinen, in 5 Jahren ist die Strasse fertig, durch, kaputt und erledigt - vielen Dank auch!

Familien benötigen Spielplätze, dort werden soziale Kontakte geknüpft und die wesentlichen Grundlagen zur Konfliktbewältigung durch die Kinder gelegt - schaffen Sie die Spielplätze ab, schaffen Sie sich die Problemkinder von morgen.

Parkgebühren brauchen wir in Goch nicht. Das Aufstellen der Automaten kostet ein halbes Vermögen, die Wartung und der Unterhalt ebenso. Bis sich das rentiert haben Sie Goch in die Haushaltssicherung getrieben, was ich gar nicht so schlecht finden würde.

Die Deckelung der Hundesteuer wird die Hundehalter eher dazu bewegen einen Hund zu melden. Ich erwarte einen Rückgang der "illegalen" Hunde. Die Einführung einer Pferdesteuer ist längst Überfällig, Klientelpolitik hilft da nicht weiter. Die Pferdebesitzer verdienen sich einen goldene Nase mit den Reitstunden für kleine Mädchen während der Gaul die kaputten Strassen volläpfelt. Mit Pferdeäpfeln können Sie keine Strassenschäden beseitigen, das mag jetzt etwas seltsam klingen, ist aber so. Führen Sie eine Pferdesteuer ein, ich bin mir Sicher das ein derartiger Beschluss mit einigem Wohlwollen aus der Bürgerschaft honoriert wird, was gut ist im "Wahlkampf".

Schaffen Sie einen Dienstwagenpool. Drei Dienstwagen als Kleinwagen für alle sollte doch genügen, oder? Der BM soll ruhig einen Dienstwagen sein "eigen" nennen dürfen, jedoch ist Maßhalten hier das Stichwort, ein A4 Avant tut es doch auch!

Goch hat ein riesiges Rathaus gebaut und leistet sich eine Nebenstelle. Aufgeben, alle Mitarbeiter des Sozialamtes werden Ihre Büroplätze im Rathaus beziehen, Doppelbüros sind doch für alle Mitarbeiter Denkbar - bei der anstehenden Krankheitsrate ist eh immer nur einer da.

Besetzen Sie die freiwerdenden Stellen neu, zum Thema Arbeitsverdichtung und Krankheitsrate habe ich ja bereits ausgeholt.

In den Jahren 2012 und 2013 haben Sie sich innerhalb der Stadtverwaltung ein sattes Schüppchen oben drauf gepackt, mit dem Stellenplan 2014 / 2015 sparen Sie davon nicht wirklich etwas ein, rechnen Sie gerne nach! Schaffen Sie die Besoldungsstufen B2 und B5 ab, deckeln Sie das Bürgermeistergehalt auf A 16 und alle anderen Siedeln Sie unterhalb an. Das spart eine Menge Geld. Nächstes Jahr sind BM-Wahlen, noch geht es denn der alte BM wird seinen Besitzstand wahren wollen. Auch dieser Schritt "oben zu sparen" wird dem Volk ein Wohlwollen entlocken, glauben Sie mir!

Jaja, Goch hat einiges zu bieten! Kaputte Strasse, ein Biomassekraftwerk und einen auf lange Sicht defizitären Haushalt der ständige Steuererhöhungen erwarten lässt. Das müssen Sie mal gesehen haben!

Ein Gocher Bürger der sich wirklich Sorgen macht
Michael Welbers


Sonntag, 29. Juli 2012

Flächenversiegelung kostet mehrfach Geld

Eine Entwicklung die mir in den letzten Monaten immer mehr Kopfzerbrechen bereitet ist die Versiegelung von Flächen durch Neubau- und Industriegebiete bei gleichzeitigem Leer- und Freistand im inneren der Städte, eine Tendenz die sich vom Ruhrgebiet aus auch in Richtung Niederrhein verbreitet.

Montag, 18. Juni 2012

Jenseits von Afrika - so wird das nichts mit dem Krankenhaus Goch

Wir befinden uns bereits im 21ten Jahrhundert, dennoch glaube ich manchmal nicht daran. Am Freitag suchten mich permanente Magenschmerzen heim, mit apothekenpflichtigen Medikamenten konnte ich mich nicht mal über die Nacht retten. Auf anraten des ärztlichen Notdienstes hin suchte ich um 7:15 Uhr den Weg zum Gocher Krankenhaus.

Ja, das Krankenhaus welches für Schlagzeilen und Menschenketten sorgte.

Um 7:20 Uhr in die Anmeldung, das Problem geschildert und dann..., warten..., warten... und nochmals warten...!

Zur Ablenkung eine Voruntersuchung durch die Aufnahmeschwester, dann wieder warten..., warten... und nochmals warten...!

Zur erneuten Ablenkung den jüngsten nach Hause gebracht, um 10:00 Uhr wieder in der Ambulanz und dann: warten..., warten... und nochmals warten...!

Bis um 10:45 Uhr hat sich die Ärztin nicht bemüht einen Blick in die Ambulanz zu werfen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht flüchten Italiener zum Airport - rein in die nächste Maschine und nichts wie nach Hause.

Ein Mitleidender auf dieser Reise erklärte mir dass es selbst in Afrika schneller gingen, hier, Jenseits von Afrika auf diese Zustände zu treffen hätte er nicht erwartet. Sprach er und ging.

Nun ging es los, die ersten Patienten wurden aufgerufen, allesamt chirurgisch. Leider mussten die internistischen Patienten weiterhin auf eine Behandlung warten.

Neben mir verließen drei weitere Patienten gegen 11:00 Uhr, also nach fast vier Stunden Wartezeit, das Krankenhaus, unverrichteter Dinge!

So wird das nichts mit unserer Kliniklandschaft. Die Wartezeiten meiner Eltern in Kleve lagen zwischen 6 und 9 Stunden, müssen wir diese Umstände jetzt auch in Goch einführen - ist dass die Qualität die die KKiKK erreichen wollen, dann sage ich Danke und Verzichte.

Ist der Erhalt des Gocher Krankenhauses dem ärztlichen Personal so wenig Wert, will man das Haus wirklich ruinieren, von Innen heraus?

Donnerstag, 26. April 2012

Klever Ärzteschaft gegen Gocher Klinik

In einem offenen Brief wenden sich die niedergelassenen Ärzte aus Kleve an das Kuratorium und die Geschäftsführung in Kleve sowie an den Aufsichtsrat der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve.

Die unterzeichnende Ärzteschaft fordert die Abkehr von den Verlegungsplänen der Bauchchirurgie und der Gastroenterelogie - Sie sehen das Klever Krankenhaus in Gefahr und drohen damit die Patienten in die umliegenden Kliniken einzuweisen. Im selben Kontext sprechen die Hausärzte von einem Kreiskrankenhaus in Kleve, das gibt mir zu denken!

Was nun geschieht, der Versuch einer (Alp)Traumdeutung

Variante A:
Die Gremien lassen sich von Erpressern in Weiß, welche ein absolut unwürdiges Verhalten an den Tag legen, vor sich her treiben und verlieren endgültig Ihr Gesicht gegenüber den Mitarbeitern, den Patienten und Besuchen sowie auch den Bürgerinnen und Bürgern im Nordkreis Kleve, oder

Variante B:
Die Gremien werden sich Ihrer Verantwortung für etwa 250.000 Einwohner Bewußt und stellen, gegen den Protest einer Minderheit, einen wirtschaftlichen Verbund mit 4 Kliniken, ich sage Bewußt nicht Klinikstandorten, auf die Beine, fehlt noch

Variante C:
Es wird wiedermal ein Flickwerk von zweifelhaften Zusagen auf unbestimmte Zeit erstellt, nur um das Fernziel, ein wirkliches Kreiskrankenhaus mit vier Standorten, die man dann viel leichter schließen kann, zu erschaffen!

Herr Dr. Enders, wählen Sie A, B oder C!
Nein, Sie dürfen nicht das Bistum fragen und auch nicht Ihren Berater anrufen!

Hier der offene Brief:

Kuratorium des St.Antonius Hospital Kleve
Ärztliche Direktorin des St. Antonius Hospital Frau Dr. Mosch
Herr Dr. Enders
Presse 

Sehr geehrte Damen und Herren

Als hausärztlich tätige Ärzte in Kleve und Umgebung haben wir aus der Zeitung von der geplanten Verlegung der Allgemeinchirurgie und der Endoskopie zur Rettung des Gocher Krankenhauses erfahren. Aus unserer hausärztlichen Sicht wären diese Schritte nicht zum Wohl der von uns betreuten Patienten.
Das Krankenhaus Kleve wird zu einem Rumpfkrankenhaus mit unvollständigem Behandlungsspektrum heruntergestuft. Die von uns betreuten und in das Krankenhaus eingewiesenen Patienten sind in der Mehrzahl älter und leiden an mehreren Erkrankungen. Daher sind diese Patienten auf Mitbehandlung durch andere Fachabteilungen angewiesen. Gerade bei dieser Mitbehandlung stehen endoskopische und chirurgische Leistungen an erster Stelle. Diese ärztlichen Leistungen stehen in Zukunft im Krankenhaus Kleve nicht mehr zur Verfügung. Dadurch können unklare Krankheitsbilder oder Notfälle von uns in Zukunft nicht mehr mit gutem Gewissen in das Krankenhaus Kleve eingewiesen werden. So ist zum Beispiel die Diagnostik und Behandlung eines Patienten mit z.B. unklaren Bauchschmerzen im Krankenhaus Kleve nicht mehr möglich. Solche Patienten müssten daher sofort nach Goch, Emmerich oder in andere geeignete Krankenhäuser zum Beispiel in den Niederlanden eingewiesen werden.

Ein Kreiskrankenhaus in einer Stadt mit 50000 Einwohnern ohne allgemeine Chirurgie und endoskopische Leistungen wird seiner Aufgabe als wohnortnahes Krankenhaus nicht gerecht und ist auf Dauer wohl kaum lebensfähig. Der Krankenhausstandort Kleve und damit auch die Stadt werden durch dieses Handeln sehr geschwächt.
Unseren Patienten und ihren Angehörigen werden durch die Umstrukturierung weite Anfahrtswege zugemutet, die insbesondere für ältere Patienten nicht zumutbar sind.
Wir können die getroffenen Entscheidungen nicht nachvollziehen und möchten sie bitten für eine wohnortnahe Versorgung unserer Patienten die getroffenen Entscheidungen zurückzunehmen.

Gezeichnet
Interessengemeinschaft Klever Hausärzte, im einzelnen:

S.Hilbertz, U.Hilbertz, H.G.Lingens, B.Lingens, R.Beckmann, W.Bong, A.Littauer-Holderer, A.Tang Bayock, M.Bergau, J,Nowottnik, H.Amjadi, M.Souvignier, R.Tobisch, U.Hellermann-Tobisch, C.Schiffer, H.Woitge, M.Ernst, M.Trübenbach, S.Bleser, H.Pfluger, M.Beeker, A.Fischer, W.Holtzhausen, M.Pelzer, M.Kroll, H.Berens, J.Hußmann, N.Rommen, C.Martens, I.Stroh, C.Braun

Donnerstag, 19. April 2012

SPD will Krankenhaus Goch ruinieren

Die Gocher haben es vorgemacht; Gemeinsam, Hand in Hand, haben die Gocher Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt des Gocher Krankenhauses eingestanden. Nach der heutigen Pressekonferenz stand fest, eine chirurgische Abteilung wechselt vom Standort Kleve nach Goch - damit wird der Standort Goch erstmal gesichert.

Kein halber Tag verging und schon meldet sich die erste Klever Stimme und droht mit Bürgerprotesten. Der Klever SPD-Vorsitzende Josef Gietemann spricht sich heute gegen einen Umzug der Abteilungen nach Goch aus, hat sich zuvor jedoch nicht zu einer Meldung hinreißen lassen als der Standort Kleve zulasten Gochs gestärkt wurde. Petra Tekath blässt ins gleiche Horn, skizziert ein Szenario nachdem Kleve demnächst keine Patienten mehr hat, auch Frau Tekath hat sich nicht zu einer Meldung hinreißen lassen als Goch geschwächt wurde.

Hans-Georg aus dem Spring tittelt, ebenfalls beim KAS, das ganze als Kirchtumdenken. In meinen Augen ist das noch eher der harmlose Begriff, ich halte das ganze für wenig bis garnicht Sozial!

Sonntag, 15. April 2012

CDU verhindert Heim für Jugendliche

Gegen Ende März kam es zu einem kleineren Aufschrei bei den Nierswalder und Pfalzdorfer Bürgerinnen und Bürger. Die Kaiserswerther Diakonei plante das Seniorenheim Borgardtshof in Zukunft als Heim für schwer erzeihbare Jugendliche zu nutzen. Anlieger fürchten sofort kriminelle Energie im Dorf, ganze Konsummärkte werden von Horden plündernder Jugendlicher geleert, natürlich ohne zu Zahlen, Ernten werden vernichtet und die eigenen Kinder in den Sumpf gezogen - so die Fantasie der Anwohner. Mit einer kleinen Protest- und Unterschriftenaktion scheinen die Anwohner Ihr Ziel erreicht zu haben, die Stadtverwaltung will mit städtebaulichen Winkelspielchen und Genehmigungsverfahren den Bau nun indirekt verhindern.

Nicht mal den Mumm den Jugendlichen ins Gesicht zu sagen: "Wir wollen Euch nicht in unserer Dorfidylle haben" bringen Bürgermeister oder Stadtbaurat auf, hinter Satzungen verstecken ist doch so einfach!

Die Kinder und Jugendlichen sind das Produkt unserer Gesellschaft, wir tragen eine Verantwortung für diese jungen Menschen mit. Wo ist das christliche in der Union? Alleine die Tatsache dass die Jugendlichen Rund um die Uhr Betreuung vor Ort haben und nur nach ausreichender Bewährung in Gruppen ins Dorf dürfen spricht schon dafür den Kids eine Chance zu geben! Was wenn Ihr Kind oder Ihr Enkel, Herr Kranz, ein Problemkind wäre und niemand es haben wolle? Auf die Strasse, in die Gosse, auf den Müll?

Dienstag, 20. März 2012

Problemkinder sind keine Schwerverbrecher

Das Gelände des Altenheim Borgardtshof im Stadtteil Pfalzdorf soll ein Heim für Problemkinder bekommen. Die derzeitige Heimat in Bedburg-Hau wird den Anforderungen nicht mehr Gerecht. In einem ersten Schritt plant der Betreiber "Kaiserswerther Diakonie" die Einrichtung einer Gruppe mit sieben Jugendlichen. Auf jeden Jugendlichen käme ein Betreuer, so Wolfram Scharenberg, Pressesprecher der Diakonie. Die Jugendlichen sind auch jetzt schon 24 Stunden betreut, sie sind durch Schuleschwänzen und Klauen straffällig geworden, also kein Schwerverbrecher.

Im direkten Umfeld haben sich die ersten Bürger gegen diese Einrichtung und eine Verlegung der 23 Altenheimplätze ausgesprochen, in einer Unterschriftenaktion wurde bereits 300 Unterschriften gesammelt.

In meinen Augen gehören diese Problemkinder in unsere Gesellschaft und nicht an den Rand - wir können Probleme nicht immer nur anderen Zumuten sondern müssen auch mal dafür einstehen.

Mittwoch, 2. November 2011

Dem Autohaus gehts Auto aus und der Hammer kommt mal anders

Genau zweieinhalb Jahre nach dem Aus für das Gocher Tradionsunternehmen Autohaus Boumanns steht nun das nächste Autohaus vor der letzten Türschließung. Opel Faber, ein Autohaus mit bester Lage direkt am Innenstadtring, wird aus Altersgründen und mangels Nachfolger seine Pforten endgültig schließen.

Heute, 2,5 Jahre nach dem Ende für das VW, Audi und Skoda Haus, stellt sich die Situation jedoch um einiges besser dar. Rudolf Swertz führt in dritter Generation den Hagebaumarkt Swertz an der B 9 und das Hagebau Baustoffzentrum auf der Weezer Strasse. Das Baustoffzentrum platzt schon heute aus allen Nähten und liegt direkt hinter dem Autohaus.

Heute, 2,5 Jahre nach dem Ende des Authaus Boumanns, kommt der Hammer mal anders. Es wird nichts Versteigert, es gibt nicht zu Verwalten, es gibt neues Werkzeug im ehemaligen Autohaus. Rudolf Swertz kauft das Autohaus und erweitert so seine Ausstellungs- und Büroflächen um ein etwa drittel.


Größere Kartenansicht

Freitag, 7. Oktober 2011

Ein O2 Shop von einer anderen Welt

Es tat sich auf eine Gruppe reisender um im Gocher O2 Shop die Vertragspartner zweier Handyverträge zu ändern.

Vor einiger Zeit begab sich meine Frau mit meiner Tochter in einen O2 Shop in der Gocher Fußgängerzone und schloss einen Handyvertrag ab - auf meine Frau! Dieser Vertrag sollte auf meine Tochter, die derweil voll Geschäftsfähig geworden ist, umgeschrieben werden. Der erste Versuch via Fax direkt an O2 wurde nicht beantwortet, also nichts wie hin zum freundlichen Handyverkäufer!

Unser heutiges Gespräch war nicht so freundlich wie der Vertragsschluss, wir durften uns anhören dass er, der Handyverkäufer im Auftrag von O2, kein Geld für diese Leistung bekommt! Wir würden was von Ihm wollen (die Vertragsumstellung) und er nichts von uns! Meinem Einwand O2 würde ja schließlich Geld erhalten, jeden Monat, begegnete er mit den Worten "Sie können ja auch in unserem Netz telefonieren"! Eine Kunde - Dienstleister - Diskussion wollte ich nicht mit dem Herren führen, zumal er keine Gelegenheit ausgelassen hat uns darauf hinzuweisen dass er Mittagspause habe!

Leider konnte meine Tochter nicht persönlich erscheinen (den Ausweis hatten wir mit) sodass wir den Änderungsantrag später eingeworfen haben, mal sehen was daraus wird.

Den zweiten Vertrag hatte meine Frau abschließen wollen, Ihren Ausweis vergessen sodass dieser auf meinem Namen läuft. Die Änderung sollte in diesem Fall klappen, zumindest waren wir beide persönlich und mit Ausweis im Shop - eine Eingangsbestätigung via SMS haben wir bereits erhalten!

Unser Ergebnis: Beide Verträge laufen noch etwa ein Jahr, danach nie wieder O2 - lieber einen Euro mehr bezahlen und dafür einen funktionierenden Service wie sich mit diesen Franchise Nehmern herum schlagen.

Wer O2 Kunde ist dem Rate ich persönlich den Weg nach Kleve zu gehen, am Elsabrunnen befindet sich ein O2 Shop mit freundlicherem Personal!

Dienstag, 8. März 2011

Nach den Kamelle kommt die Klinik

Nicht was Ihr wieder meint, eine Überdosis Alkohol oder Zucker - nein eine Behandlung durch den Chirurgen ist angesagt. Voll "des guten Weines" - es wahr wohl eher Hochprozentiges und billiges Bier - prügelt sich der geneigte Rosenmontagsgast mitten auf den Strassen der Gocher Innenstadt. Im wahrsten Sinne "auf die Fresse" gab's weil "Ihm die Fresse nicht gefiel"!

In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich? Muss man sich erst den nötigen Mut an trinken nur um dann an irgendeinem seine schlechte Laune aus zu leben? Ist das die Generation Zukunft die meine Alterssicherung finanzieren soll? Und was passiert in solchen Situationen? "Eh Alter, ich hab 20 Mann hinter mir", "eh Alter, ich 25"! Es schaukelt sich auf, die Gewalt findet kein Ende und beide Delinquenten landen erst auf der Asphaltdecke, dann im Scherbenhaufen, dann in zwei verschiedenen Krankenwagen und dann in getrennten Zimmern auf der chirurgischen Station der Klinik am Rande der Stadt.

Frohen Aschermittwoch Euch beiden!

Sonntag, 26. September 2010

Langweilig wars

In Goch am Freitag Abend. Angepriesen wurde der Abend mit einem Moonlight Shopping und der Aktion "Nierslichter".

Moonlightshopping ist scheinbar der neue Renner in den Kommunen des Kreises. So veranstaltete der Gocher Werbering ebenfalls eine derartige Aktion, mit nur mäßigem Erfolg. Es war Dunkel und die Geschäfte hatten offen, die Grundzutaten waren vorhanden. Aber ansonsten war nichts da, garnichts. Keine Live Musik in den Strassen, keine Aktion auf dem zentralen Markt - nichts!

Und die Nierslichter? Ebenso langweilig, ein paar Teelichte auf der Niers, das wars. Keine musikalische Untermahlung, garnichts. Der Zuschauer durfte stehen, schauen und gehen, das wars.

Enttäuschend für eine Stadt Goch und den Werbering Goch, die sonst mit Ihren Aktionen Akzente setzt.

Sonntag, 25. Juli 2010

Kunst statt Bagger - viel bleibt nicht von den großen Worten

Was wird denn nun aus dem ehemaligen Kasernengelände in Goch? Eine ewiges Ausstellungsgelände oder doch ein Wohngebiet. Große Worte konnte man in der Stadtverwaltung schwingen, von einem neuen Stadtteil war die Rede, von spielenden glücklichen Kindern auf neuen mit Bäumen beschatteten Straßen und Alleen. Was ist heute los auf dem Gelände? Langeweile und Unkraut besiegen die Stadtverwaltung schneller als dieser lieb ist.

Um auch nur irgendjemanden auf das Gelände zu locken muss Museumsdirektor Dr. Stephan Mann herhalten. Nach der letztjährigen Installation der Lichtkünstlerin Claudia Wissmann soll nun die "Bastokalypse" von M.S. Bastian und Isabelle L. Besucher auf das Kasernengelände bringen.

Und wo bleiben die Bagger und Raupen um den Traum des Bürgermeisters in Stein zu hauen? Manchmal bleiben Träume eben Träume, Herr Otto.

Montag, 21. Juni 2010

90.000 Tonnen Landschaftspflegeholz aus der Region

90.000 Tonnen Holz aus der Landschaftspflege sollen sich im geplanten Kraftwerk in Goch in 30 MW Wärmeenergie und 5 MW elektrischen Strom wandeln. Soweit so gut, aber die 90.000 Tonnen sollen aus der Region stammen!

Glauben die Schreiber bei RWE an das was Sie da verfassen oder kennen die unsere Region wirklich nicht? Im Kreis Siegen-Wittgenstein wurde 2008 ein ähnliches Kraftwerk gebaut, wird befeuert mit Frischholz aus der Region. Im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es eine Menge Holz, da ist viel Wald, aber bei uns? Gut, wir haben den Reichswald, aber wie lange dann noch? Und unsere Kopfweiden die so typisch für den Niederrhein sind! Müssen die für warme Luft und Strom sterben, ist dass das Pflegeholz? Oder kann der Bürger seinen Heckenschnitt bald direkt in den Feuerschlund fahren und dafür in Form von Stromkosten bezahlen?

IHB schreibt dazu die insgesamt 10 neuen Kraftwerke sollen Ihre Rohstoffe aus dem direkten Umkreis von maximal 50 Kilometern beziehen, dagegen sprechen unsere Informationen dass das Holz aus dem europäischem Ausland zugeführt werden soll!

Und wo geht die Wärme hin?

Sonntag, 20. Juni 2010

Was wirklich passiert!

Goch, Stadt im Grünen an der Niers, so hieß es früher. Dann wurden viele viele Steuereuros ausgegeben um der Stadt Goch einen neuen Auftritt zu verpassen, Goch, die miteinander Stadt. Das ganze wurde noch als Markenzeichen eingetragen und fertig war der Wandel von der angestaubten Niederrheinidylle hin zur Metropole an der Niers.

Eines hat sich aber nicht geändert, die politische Führung und der Stil der Stadtverwaltung. Immer wieder lassen sich Bürgermeister und Stadtrat neue Magneten einfallen um von den tatsächlichen Geschehnissen abzulenken. Zum einen soll ein Kraftwerk mit fast 30 Meter Bauhöhe das Stadtbild endgültig verschandeln, zum anderen die Nierswelle ein neues Steuergrab darstellen. Und alles wird aus den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, denn dieser liegt beim Umbau des Kasernengeländes. Aber was passiert dort? Nix! Irgendwelche dubiosen Bürgerwerkstätten ohne Sinn und Verstand, ohne Ergebnis. Martialische Werbung während der Public Viewing Veranstaltungen lenken ab von den wahren Vorhaben der Stadt.

Unmengen an LKW sollen Holz für ein Kraftwerk liefern was niemals, niemals, eine Notstromversorgung für Goch darstellen kann, sollen die städtischen Strassen ruinieren und den Bürger den letzten Nerv rauben.

Der Schwanenteich soll einem Hafen weichen dessen Bedarf völlig aus der Luft gegriffen ist. Was will die Stadt Goch mit so einem Ding, nur weil Kevelaer ähnliches baut?

Und über allem schwebt ein Stadtentwicklungsplan der längst überfällige Strassen und Brücken (Abschnitt 54) enthält die aber nicht gebaut werden. Damit würden aber die Bürger der Innenstadt entlastet werden, die bestehenden Niersbrücken geschont und die Industriegebiete endlich miteinander und mit der Autobahn verbunden.

Montag, 31. Mai 2010

Armer alter Mann - Raab, halt die Bälle flach - der ESC gehört nach... ...Goch

Ein Urgestein der Musikindustrie verkraftet den Erfolg einer 19jährigen nicht und sieht sich als ewig einzigen. Das ist der Sud aus einem im Stern erschienen Artikel zum ESC. Freundlich titelt der Stern mit Spaßbremse, ich hingegen sehe diesen alten Nörgelsack eher als Neidhammel der Nation. Die ganze Familie Siegel ist sosehr auf Erfolg getrimmt dass Ihnen die Freude am Erfolg der anderen völlig abhanden gekommen ist.

Parallel dazu schreit der "Macher" Stefan Raab in jedes Ihm angebotene Mikrofon nach einer Titelverteidigung durch Lena in 2011. Ich halte das für die schlechteste Idee, sowas wie Lena funktioniert nur einmal beim ESC, das zweite Mal wäre nur eine Wiederholung des schon mal da gewesenen und würde von etwas Neuem überrannt werden.

Und der Veranstaltungsort für den ESC 2011 ist ganz klar Goch. Goch hat eine direkte Bahnanbindung, zwei Autobahnanschlusstellen und wenn der ESC nach Goch kommt baut Otto noch schnell eine Magnetschwebebahn zwischen Airport Niederrhein und dem neuen Stadtteil Reichswaldkaserne. Eine Notstromversorgung haben wir ja bis dahin, kann ja nichts mehr schief gehen.

Samstag, 8. Mai 2010

Gocher Biomassekraftwerk - Holz aus Rumänien wird Strom für Goch

Neben der allgemeinen Biomasse die im zukünftigen Gocher Kraftwerk verbrannt und zum Strom gewandelt werden soll steht eine beängstigende Zahl im Raum: 30!

30 Züge Holz sollen täglich von Rumänien aus den Weg zum Gocher Biomassekraftwerk finden und den Feuerschlund am Leben halten. 30 Züge durch das Stadtgebiet denn der Standort ist denkbar schlecht gewählt.


Größere Kartenansicht

Am anderen Flussufer der Niers befindet sich ebenfalls ein Industriegebiet, gut, das Umspannwerk ist weiter weg, man müsste wohl noch zwei Gittermasten bauen, aber das rechnet sich doch. Aber das andere Industriegebiet hat einen direkten Autobahnanschluss und die 30 Züge müssen nicht täglich über die Niersbrücke des Nordrings. Die Brücke ist nahezu jährlich für einige Tage oder Wochen gesperrt, Sanierungs- und Reparaturarbeiten sind an der Jahresordnung. Und nun soll diese Brücke noch mehr belastet werden? Und die Anwohner?

Täglich 30 Züge mehr die an der Haustüre vorbei donnern wo doch die Situation jetzt schon unerträglich ist! Unweigerlich stellt sich einem die Frage wie wertvoll Lärmschutz für Anwohner ist und ob man diesen gegen kürzere Stromleitungen und Fernwärmerohre aufwiegen kann.

Ich finde das Projekt durchaus Sinnvoll. Nähr Engel trocknet mit dem restlichen Dampf die Kartoffeln und erzeugt somit Kartoffelschalen als Biomasse, Schönmakers kann Gestrüpp und Geäst Betriebsnah entsorgen. Alles das funktioniert aber auch wenn das Kraftwerk neben Tirsan gebaut werden würde. Ja, das würde das Projekt teurer machen, aber nicht unrentabel.

Und dieses Märchen mit der städtischen Notstromversorgung bei einem flächendeckenden Stromausfall hat sicherlich noch den ein oder anderen Haken den die Stadtwerke erst später präsentieren.

Sonntag, 28. März 2010

Gocher Nierswelle - Tretbootmarina im Herzen der Stadt

Wohl an, das Konjunkturpaket II macht ja einiges Möglich, ökologische Sanierung von Objekten, wie der Sanierung des Berufskollegs Weißes Tor in Kleve oder der Don Bosco Schule in Geldern. Aber in Goch ist bekanntlich alles möglich, hier sollen die öffentlichen Gelder für eine Marina ausgegeben werden, einen Hafen mitten in Goch aus öffentlichen Mitteln aus dem Konjunkturpaket II, wie geht das?

Dabei schreibt die Tagesschau online dass, und so habe ich das Paket ebenfalls verstanden, die Gelder zur Sanierung von öffentlichen Einrichtungen und Verkehrswegen eingesetzt werden müssen. Zitat:

"Wichtiger Teil des Konjunkturpakets ist ein öffentliches Investitionsprogramm im Volumen von rund 17,3 Milliarden Euro. Das Geld fließt in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, aber auch in die Sanierung von Verkehrswegen oder die Breitbandtechnologie. Letzteres hatte vor allem die Union gefordert. Der Bund zahlt zehn Milliarden Euro für kommunale Investitionen und vier Milliarden Euro für direkte Investitionen. Die Länder sollen 3,3 Milliarden Euro beisteuern. Damit Investitionen rasch greifen, wird das Vergaberecht für Aufträge gelockert."

Damit steht wohl fest, die Niers in Goch ist eine pulsierende Verkehrsader von ehrheblichem Interesse und Bedarf einer Sanierung! Und wie es sich für einen Wasserwirtschaftsweg gehört bedarf es auch einer großzügigen Hafenanlage mit Hafenkran und LKW Parkplatz! Vielleicht noch eine Slipanlage damit die zu erwartenden Milliardäre aus dem Mittelmeer ihre Yachten sicher zu Wasser bringen können?

Irgendwas läuft falsch im Stadtrat Goch. Eine Kommune die mit dem Haushaltssicherungskonzept kämpft nutzt Landes- und Staatsmittel um einen Tretboothafen zu bauen anstatt das Geld in die Sanierung der vom Winter gebeutelten Strassen in Auftrag zu geben! Sicherlich ist der Schwanenteich nicht gerade ein Kleinod in Rathausnähe aber die Strassen und Gehwege sollten eine höhere Priorität genießen, auch von derartigen Sanierungsarbeiten würde die regionale Handwerkerschaft profitieren!