Im letzten Jahr habe ich mir das Lifebook AH 530 von Fujitsu gekauft und ein Ubuntu 11.04 installiert. Mit Unity konnte ich mich nie richtig Anfreunden, die Gnome Shell war auch nur ein Kompromiss. Als KDE Nutzer musste ich mir spätestens, nach der Ankündigung dass Canonical aus dem KDE Projekt aussteigt, eine neue Distribution suchen - ich mag nicht auf KDE verzichten wollen.
Auf dem Lifebook verrichtet nun ein OpenSUSE 12.1 (64 Bit) mit KDE 4.7 seinen Dienst, ein zwischenzeitliches Update KDE 4.8 war weniger Erfolgreich. Leider, und da geht mein Blick in Richtung Entwickler, macht Kontact in Verbindung mit den Google Diensten keinen Spass - da fehlt noch einiges für eine stabile Lösung. Da ich unter Ubuntu und Windows Thunderbird nutze macht mir das nicht viel aus - bis auf die fehlende Terminübersicht im Uhr-Widget.
Die Hardwarunterstützung ist Problemlos, alles funktioniert Out-off-the-Box. Gefühlt hält das Akku mit OpenSUSE länger wie mit Ubuntu. Nach dem Aufwecken aus dem Suspend Modus gibt es ab und an mal ein Problem, hatte ich unter Ubuntu aber auch.
Auf meinem Desktop verrichtet derweil Sabayone Linux mit KDE 4.7 (32 Bit) seinen Dienst - auch diese Distribution hat etwas in mir geweckt. Hier macht Kontact mir Google keinen wirklichen Sinn - es scheint wirklich an KDE und Akonadi selbst zu liegen. Das Uhr-Widget zeigt zwar die Termine an, Mail funktioniert auch, aber permanent hat Akonadi ein Anmeldeproblem.
Samstag, 7. April 2012
Gegen Fracking im Kreis Kleve
"Fracking" ist eine umstrittene technische Methode an Schiefergas zu gelangen. Über weite Teile von Deutschland verteilt gibt es Schieferschichten in denen, tief in den Gesteinsporen, Erdags, das Schiefergas, gebunden ist. Um das Gas aus dem Gestein zu lösen wird Wasser mit hohem Druck in die tiefliegenden Schichten gepresst.
Neben dem Wasser werden, für eine effektive Förderung, Substanzen wie die Salz- und Ameisensäure zugemischt; ein hochgiftiger Cocktail entsteht. Ist die Lagerstätte ausgebeutet sinkt der Druck im Erdreich ab, der Cocktail strömt zurück. Erfahrungen in den USA haben gezeigt dass es zwingend nötig ist, den Cocktail aus Wasser und Säure in eigenen Lagerstätten aufzufangen; eine Endlösung ist auch hierfür nicht in Sicht.
Zusätzlich zu den direkten Umweltschäden steht "Fracking" im Verdacht Erdbeben auszulösen. Es wird wieder nur eine Teillösung zulasten der folgenden Generationen geschaffen; zugunsten der heutigen Industrie.
Nun veröffentlichte die Rheinische Post am 04.04.2012 einen Artikel wonach Fracking auch im Kreis Kleve ein Thema wird. Das zur Aufsuchung frei gegebene Feld Saxon 1 beinhaltet nahezu den gesamten Kreis Kleve, keiner, so Kreispressesprecher Eduard Großkämper, wisse wo genau was gemacht werde soll. Eben dieses Vorgehen ist typisch für die Gaskonzerne, erst einen Claim abstecken und zum letzt möglichen Zeitpunkt genaue Angaben machen, am liebsten erst dann wenn ein Einspruch keinen Sinn mehr hat.
Dienstag, 20. März 2012
Problemkinder sind keine Schwerverbrecher
Das Gelände des Altenheim Borgardtshof im Stadtteil Pfalzdorf soll ein Heim für Problemkinder bekommen. Die derzeitige Heimat in Bedburg-Hau wird den Anforderungen nicht mehr Gerecht. In einem ersten Schritt plant der Betreiber "Kaiserswerther Diakonie" die Einrichtung einer Gruppe mit sieben Jugendlichen. Auf jeden Jugendlichen käme ein Betreuer, so Wolfram Scharenberg, Pressesprecher der Diakonie. Die Jugendlichen sind auch jetzt schon 24 Stunden betreut, sie sind durch Schuleschwänzen und Klauen straffällig geworden, also kein Schwerverbrecher.
Im direkten Umfeld haben sich die ersten Bürger gegen diese Einrichtung und eine Verlegung der 23 Altenheimplätze ausgesprochen, in einer Unterschriftenaktion wurde bereits 300 Unterschriften gesammelt.
In meinen Augen gehören diese Problemkinder in unsere Gesellschaft und nicht an den Rand - wir können Probleme nicht immer nur anderen Zumuten sondern müssen auch mal dafür einstehen.
Im direkten Umfeld haben sich die ersten Bürger gegen diese Einrichtung und eine Verlegung der 23 Altenheimplätze ausgesprochen, in einer Unterschriftenaktion wurde bereits 300 Unterschriften gesammelt.
In meinen Augen gehören diese Problemkinder in unsere Gesellschaft und nicht an den Rand - wir können Probleme nicht immer nur anderen Zumuten sondern müssen auch mal dafür einstehen.
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