Sonntag, 16. Januar 2011

Blühende Landschaften im Kreis Kleve

Alsbald wird ein neuer Schlachtruf vom Donjon der Schwanenburg den Niederrhein in Erstaunen versetzen, Agrobusiness! Nein, nicht was Ihr denkt, es ist nicht die Lehre vom gewaltbereiten, leicht gereizten Mitmenschen mit Migrationshintergrund, es ist die neue Form der Landwirtschaft. Und welches Fleckchen Erde wäre nicht dazu bestimmter Form zu begründen?

In Cluster-Treibhäusern die die nächtliche Strassenbeleuchtung gänzlich überflüssig machen werden wird erforscht werden mit welchem Licht und welchem Dünger eine Rose zweimal in der Woche geerntet werden kann und in welcher Zeit man aus grünen Wasserbomben saftige Fleischtomaten mit Geschmack züchten kann.

Das ganze unterstützt durch die heimische Hochschule Rhein Waal und die Chemieindustrie. Mit dem Know-How der zukünftigen Generationen Studierender werden wir die Landwirtschaft revolutionieren. Vergesst alles was wir vor 3000 Jahren von den Ägyptern gelernt haben, bald wird alles anders. Wir Kreisbauernschaften werden der Welt noch beweisen dass man auch auf ausgekiestem Land hervorragende Ernteergebnisse erwirtschaften kann, wartet es nur ab.

Klever Strasse in Goch
Grundlage dessen ist ein ausgebautes Strassenverkehrsnetz in Top Zustand. Dafür werden die beteiligten Stadtoberhäupter schon sorge Tragen.  Bereits vorhandene Infrastrukturen werden im neuen Konzept "Wirtschaftsraum Niederrhein" eingebunden und reaktiviert.

Strasse und Schiene sind bereits jetzt in einem ausgezeichnetem Zustand sodass Projekte wie die Gocher Nierswelle oder der Kleve Opschlag absoluten Vorrang haben. Böse Zungen würden behaupten es seien Prestigeprojekte die keiner braucht - aber die haben ganz und gar keine Ahnung von Politik und den Belangen der Bürger.

Rheinbrücke Griethausen
Über die neue Bahnstrecke Straelen - Weeze - Emmerich werden wir die Tomaten zum Flughafen und zum Rhein-Waal-Terminal schaffen und dann per Schiff die ganze Welt erobern. Die erste Brücke steht ja schon. OK, den ein oder anderen frischen Balken und Eimer Farbe braucht es, aber dann sieht die aus wie neu, wartet es ab.

Und was wir per Schiff nicht weg bekommen wird in Flugzeuge von AirKleve gepackt und nach Spanien exportiert - ab heute wird zurück geschossen.

Und mitten drin steht Otto mit einem gewinnenden Lächeln, er hat schliesslich den Grundstein dazu gelegt, mit seinem virtuellen Gewerbeflächenpool und dem einzigartigen Projekt Reichswaldkaserne, hat er doch, oder?

Samstag, 15. Januar 2011

Zwischen Schnee und Regen...

...tun sich auf Deutschlands Strassen große Löcher auf, gar Krater stellenweise. Während wir mit unseren Schulden den Euroraum retten wollen brechen unter uns die Strassen weg, die wichtigste Infrastruktur unseres Landes zerlegt sich selbst.

Wie wollen wir das Geld für Griechenland und Co erwirtschaften wenn wir unsere Waren nicht befördern können. Betriebswirtschaftlich wäre das gar nicht denkbar. Ein Unternehmer der seine Kunden finanziert und seine Maschinen nicht wartet lebt nicht mehr lange.

Klever Strasse in Goch nach dem Frost

Die Bahn tut Ihr übriges dazu, einfrierende Weichen, marode Gleise, weiche Schotterbetten, ein Transport mit der Bahn wird auch immer mehr zum Erlebnis.

Durch Schneeschmelze und Starkregen schwellen die Flüsse an und die Schifffahrt muss eingestellt werden. Bei Bingen liegt ein Tanker kopfüber und macht die Wasserstrasse auf Wochen hinaus zum flüssigsten Parkplatz Europas.

Ich suche einen Politiker der mir das erklären kann. Wer erklärt mir dass wir einen imaginären Rettungsschirm auf Kosten der Infrastruktur aufbauen müssen. Wer erklärt mir das?

Sonntag, 12. Dezember 2010

Was Leaks so alles erzeugen

Die Enthüllungen rund um Wikileaks scheinen wohl ein Machtvakuum erzeugt zu haben was die Web 2.0 Fremden nicht zu stopfen Wissen.

In meinen Augen bringen die aktuellen Depeschen auf Wikileaks uns schon ein ganzes Stück weiter, die Depeschen führen uns vor Augen wie Angst ein schlechter Berater ist. Aus Angst und Verdruss werden Whistleblower schnell und unüberlegt an den Pranger gestellt und der Protest gegen diese Machenschaften als Straftat deklariert.

Getreu dem Motto "was ich nicht Beherrschen kann will ich auch nicht" soll alles was nicht zu Lenken ist aus dem Weg geräumt werden um mit aller Macht den zarten Frieden zu halten.

Dabei tauchen nur die Geister auf die die Verantwortlichen selbst gerufen haben. Als letzten Versuch sich der Internetgeneration zu nähern wurde Transparenz und Weltoffenheit in die Waagschale geworfen, eben diese Transparenz die sich nun gegen all jene richtet die zwar das Wort in den Mund nehmen aber es nicht in die Tat umsetzen.

Doch was können wir noch lernen? Neben den Castor-Protesten, auch hier war ein internationales Publikum auf Seiten der Demonstranten vor Ort, zeigt gerade das Schicksal des Julian Assange das weltumspannend die junge Generation ein Ziel verfolgen kann und nicht nur unpolitisch in den Landschaften von World of Warcraft herumgammelt.

Eines noch am Rande: Niemand wird es schaffen Wikileaks mundtot zu machen - wenn Wikileaks stirbt entsteht eine neue Plattform mit neuen Unterstützern und neuen Kanälen.